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Volle CRAFT voraus

Volle Craft voraus: Craft Beer und regionale Spezialitäten

ab 01.12.2015

 

Seit einer geraumen Zeit ist das Thema Craft Beer auf nationaler und internationaler Ebene gewachsen. Ich muss gestehen, ich bin, bzw. war selbst bisher kein großer Bierliebhaber.  Dies und die Tatsache, dass ich mir immer wieder die Frage stellte, ob in Niederbayern Craft Beer überhaupt eine Daseinsberechtigung hat, waren die Gründe, warum ich mich bisher wenig mit dem Thema beschäftigt hatte.

Dennoch gab es immer wieder das Vorhaben, mich mit dem Thema Craft Beer mehr auseinander zu setzen. So nutze ich dieses Jahr den Barconvent in Berlin (internat. Fachmesse für Barkultur), um mir einen Überblick zu verschaffen. Außerdem wurde ich von einem Gast und Geschäftspartner, dessen Meinung ich sehr schätze auf freundliche und konstruktive Art bezüglich meiner Bierauswahl im Journey kritisiert. Und genau dieser letzte Punkt war der Auslöser, meine Recherchen zu intensivieren und das Thema Bier völlig neu aufzugreifen. Nur wie starten? Der Plan stand schnell fest: mein Gläschen Wein zum Feierabend im Büro wurde ersetzt durch ein Bier – und zwar jeden Tag ein anderes Bier. Nach der ein oder anderen „Enttäuschung“ fand ich doch glatt ein paar Biersorten, die mir wirklich geschmeckt haben und erinnerte mich an die Zeit, in der ich keinen Wein mochte (was lange her ist J). Vielleicht hatte ich auch beim Bier bisher einfach nicht die Richtige Sorte für mich gefunden….

Besonders reizvoll wurde das Thema nun für mich, als ich herausfand, dass es speziell in unserer Region einige sehr interessante Biere gibt, die absolut außergewöhnlich und besonders sind.

Vorab nun aber kurz zur Frage: Was ist eigentlich ein Craft Beer?

Hierbei ist die Definition gar nicht so einfach. In den USA betrachtet man Produkte, die in verhältnismäßig kleinen Mengen hergestellt werden als Craft Beer. Diese Mengen muss man jedoch relativ betrachten.

Ein anderer Gesichtspunkt für die Bezeichnung ist das handwerkliche Herstellungsverfahren – also keine industrielle Verarbeitung der Rohstoffe – wobei es auch hier kein klares Muss gibt.

Der wichtigste Part jedoch ist, dass sich ein Craft Beer durch seinen besonderen Charakter von der breiten Masse abheben sollte. Der Brauer versucht ein Bier zu kreieren, das sich unterscheidet – kein einfacher Durstlöscher, sondern ein besonderes, außergewöhnliches Geschmackserlebnis. Somit sollte es auch möglich sein, ähnlich wie bei Wein, das passende Bier beispielsweise zu einem Essen reichen zu können.

Zurück zum Thema Selbstversuch und Notwendigkeit von Craftbeer:

Die Versuchsreihe war äußerst interessant und was mich total begeisterte: in unserer unmittelbaren Umgebung wird z.B. ein Pale Ale gebraut – das erste in Bayern. In Engelhartszell wird das absolut seltene Trapistenbier gebraut. Dieses darf nur von Mönchen geraut werden.

Nun zur Notwendigkeit: Brauchen wir Craftbeer oder überhaupt eine so große Auswahl an Bieren. Diese Frage läßt sich sehr einfach beantworten. Mein Bekannter fasste es in passende Worte: beim Bierangebot wäre durchaus noch „Luft nach oben“. Und gewiss – wieso hätten sonst 20 verschiedene Ginsorten, diverse Tonic Varianten und viele Whisky- oder Rum Sorten ihre Daseinsberechtigung. Unsere Vielfalt bei den jeweiligen Produkten wird von unseren Gästen geschätzt. Ob dies beim Bier genauso gut ankommt, werden wir in den nächsten Wochen sehen, denn testweise bieten wir ab sofort eine kleine Auswahl aus unserer Ansicht nach interessanten Bierspezialitäten an – zusätzlich zu unseren bestehenden international bekannten Bieren.
Hierbei legen wir uns jedoch nicht ausschließlich auf Biere fest, die unbedingt in die Kategorie Craftbeer fallen – vielmehr werden es Sorten sein, die entweder durch persönliche Empfehlungen, durch Besonderheit oder teils auch zufällig unsere Aufmerksamkeit erhalten haben.

Wir starten vorerst mir einer kleinen Auswahl, die wir die nächsten Woche immer wieder wechseln oder erweitern werden. Hierbei geht es uns vorerst darum, möglichst vielseitig und experimentell an das Thema heran zu gehen. Auch werden diese Biere vorerst nur in kleinen Mengen auf Lager genommen, wodurch ggf. auch dazu führen kann, dass die ein oder andere Sorte kurzfristig nicht mehr verfügbar sein kann.

 

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf die vorab ausgewählten Sorten:

Crew Republic: Drunken Sailor
Indian Pale Ale
6,4%Vol

Kräftig, sehr hopfig

Hopfensorten: Herkules, Citra, Cascade, Simcoe
Malz: Pilsener, Münchner, Karamellmalz

 

Apostebräu Hauzenberg: 1 Bavarian Pale Ale

Pale Ale
5%Vol
 

Engelszell: Nivard
Trappistenbier

5,5%Vol

Trappistenbiere dürfen nur unter Aufsicht von Trappister Mönchen gebraut werden (weltweit derzeit 12 Stellen – die Meisten in Belgien). Die Einnahmen dürfen nur für die Lebenshaltungskosten und wohltätige Zwecke verwendet werden.
Besonderheit sind die speziellen Aromen wie z.B. Gewürze, Kräuter oder z.B. Honig, welche beim Brauprozess mit eingesetzt werden.

 

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